Hilft die Diaspora beim Tourismus in ihren Heimatländern

Bei vielen Informationen könnten die Einwanderern aus den Ländern helfen und ein realistisches Bild vermitteln. Denn sie eröffnen Restaurants und Geschäfte, Kontakt ist wichtig und bleiben in Vereinen der Heimat verbunden. Doch, wenn die Einwanderer mit dem Thema Tourismus konfrontiert werden, so sind die Ergebnisse ernüchternd.

Zwar wissen viele, dass es sich lohnen würde in Tourismus zu investieren. Die meisten Herkunftsländer sind instabil, verarmt und haben selten einen guten Ruf. Aber auch bei den anderen Landsleuten ist Tourismus nur am Rande ein Thema. Die Verantwortung wird an den Staat ausgelagert. 

Dabei sind es oft die schmackhaften, weltweiten Spezialitäten, die Fernweh auslösen. Zudem sind die Touristen recht abenteuerlich. Wenn die Situation einigermassen als sicher empfunden wird, so reisen sie, denn etwas neues zu entdecken, macht immer Freude. Die Einwanderer wissen viel über die Mentalität in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz und haben oft Geldmittel. Manche wandern wieder zurück in die Heimat und ein kleines Hotel kann durchaus der Schritt für regelmässige Einkünfte sein. 

Die staatliche Strukturen sind sehr wichtig, denn diese bieten Rechts- und Investionssicherheit. Solange diese nicht besteht, werden lieber alle Freunde zur Auswanderung motiviert. Wenn jemand von einem armen Land in ein reiches Land ausgewandert ist, so muss er immer Erfolg nachweisen. Wenn er keine Gäste anlockt, so scheint er im Ausland nicht sehr erfolgreich zu sein. Dieses Risiko wird gemieden. 

Fazit, viele Länder müssten viel mehr für den Tourismus tun, doch auch die europäischen Länder sollten sich mehr auf ihre Landsleute als Botschafter konzentrieren. Wenn sich der Tourismus international entwickeln soll, können Migranten gut als Brückenbauer nützen. Einfach mehr aufeinander zugehen und von einander lernen, nicht nur im Urlaub.